Kontrast-Prüfer 2026
Stand April 2026WCAG-2.1-Kontrastverhältnis zwischen Text und Hintergrund prüfen – AA (4,5:1) und AAA (7:1) auf einen Blick, mit Live-Vorschau.
Wählen Sie Text- und Hintergrundfarbe – das Tool berechnet das WCAG-Kontrastverhältnis sofort. AA verlangt mindestens 4,5:1 für Normaltext, AAA 7:1. Großtext (≥ 18 pt oder 14 pt fett) darf bei AA 3:1, bei AAA 4,5:1 haben. Berechnung im Browser nach WCAG-2.1-Formel, ohne Datenübertragung.
Beispiel-Überschrift
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So funktioniert der Kontrast-Prüfer
Der Prüfer berechnet das Kontrastverhältnis zweier Farben nach der WCAG-2.1-Formel. Zunächst werden beide HEX-Werte in linearisierte sRGB-Komponenten zerlegt. Daraus ergibt sich die relative Luminanz, gewichtet nach der Empfindlichkeit des menschlichen Auges (Grün am stärksten, Blau am schwächsten). Schließlich liefert die Formel (L_hell + 0,05) ÷ (L_dunkel + 0,05) das Verhältnis.
Werte zwischen 1:1 (identisch) und 21:1 (Schwarz auf Weiß) sind möglich. Der Browser zeigt zusätzlich eine Live-Vorschau Ihres Texts auf gewähltem Hintergrund – der wichtigste Praxistest neben dem mathematischen Wert.
WCAG-Spezifikation
WCAG 2.1 (W3C-Empfehlung, Juni 2018) definiert in Kriterium 1.4.3 die Mindestkontrastwerte. Das deutsche BFSG (in Kraft seit 28. Juni 2025) und die EU-Webaccessibility-Richtlinie verweisen auf WCAG 2.1 Level AA als Mindeststandard. Die BITV 2.0 erweitert dies für öffentliche Stellen.
WCAG 3.0 wird mittelfristig die kontrastrelevanten Kriterien überarbeiten – mit dem APCA-Algorithmus (Advanced Perceptual Contrast Algorithm), der Farbverhältnisse präziser an die menschliche Wahrnehmung anpasst. Bis WCAG 3.0 finalisiert ist, gilt jedoch weiterhin WCAG 2.1.
Anwendungsfälle
- Webdesign: Vor jeder Farbentscheidung Kontrast prüfen, um spätere Re-Designs zu vermeiden.
- Audit: Bestehende Sites systematisch auf WCAG-Verstöße durchsuchen.
- Brand-Guidelines: Kontrastregeln in Designsysteme aufnehmen, um konsistente Barrierefreiheit zu sichern.
- BFSG-Konformität: Ab Juni 2025 sind viele B2C-Sites gesetzlich verpflichtet, mindestens AA zu erfüllen.
- Print: Auch Druckmaterial profitiert – PDF-Berichte, Plakate, Verpackungen.
Datenschutz: Client-Side
Die Kontrastberechnung passiert vollständig im Browser. Es werden keine Farbwerte übertragen, keine Logs erfasst, keine Cookies gesetzt. Sie können das Tool ohne Bedenken auch für vertrauliche Markenfarben nutzen, die noch nicht öffentlich sind.
Damit erfüllt der Prüfer die DSGVO-Anforderungen ohne weitere Maßnahmen wie Einwilligungen oder Datenschutzerklärungen für die Tool-Nutzung.
Typische Fehler
- Hellgrau auf Weiß: #aaaaaa auf Weiß ergibt nur 2,3:1 – unter AA. Sehr verbreitet, aber unzulässig.
- Markenfarbe blind übernehmen: Viele Brand-Blautöne haben gegen Weiß zu wenig Kontrast. Lösung: dunklere Variante für Text, helle für Akzente.
- Hover-States vergessen: Auch :hover und :focus müssen WCAG-konform sein – oft übersehen.
- Text auf Bild ohne Overlay: Variabler Hintergrund braucht halbtransparente Schicht für gleichmäßigen Kontrast.
- Zu viel auf Großtext setzen: 24 px ist nicht selbstverständlich groß – Mengentext ist meistens 14–16 px und damit Normaltext.
Häufige Fragen
Alle Tools laufen vollständig im Browser, es werden keine eingegebenen Daten an einen Server übertragen. Ohne Gewähr — keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung.
Letzte Aktualisierung: April 2026 | Quellen: W3C – WCAG 2.1 Contrast Minimum, BFSG – Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, BITV 2.0