Rentenrechner 2026
Stand April 2026Bei 45 Beitragsjahren mit Durchschnittsverdienst (50.493 € brutto / Jahr) erreichen Sie 45 Entgeltpunkte. Mit dem aktuellen Rentenwert 2026 von 40,79 € ergibt das eine Bruttorente von 1.835 € pro Monat. Nach Abzug von Kranken- und Pflegeversicherung (rund 11 %) bleiben rund 1.633 € netto vor Steuer. Wer drei Jahre früher in Rente geht, verliert 10,8 % – also rund 198 € pro Monat lebenslang.
Monatsrente (brutto)
1.473,45 €
Naechster Schritt
Mit welchem Alter wollen Sie in Rente gehen?
So funktioniert der Rentenrechner 2026
Der Rechner basiert auf der offiziellen Rentenformel nach § 64 SGB VI. Sie geben Ihr aktuelles Bruttoeinkommen, die bisher geleisteten Beitragsjahre und den geplanten Rentenbeginn ein. Daraus berechnen wir die voraussichtlichen Entgeltpunkte und ermitteln mit dem aktuellen Rentenwert 2026 (40,79 €) Ihre monatliche Bruttorente.
Anschließend ziehen wir die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung der Rentner (KVdR + PV, rund 11 %) ab und zeigen Ihnen die Nettorente vor Steuern. Die Steuer hängt vom Besteuerungsanteil im Jahr Ihres Rentenbeginns ab – für Renteneintritt 2026 sind 84 % der Rente steuerpflichtig.
Die Rentenformel im Detail
Monatsrente = Entgeltpunkte × Zugangsfaktor × Rentenartfaktor × aktueller RentenwertRechenbeispiel: 45 Entgeltpunkte × 1,0 × 1,0 × 40,79 € = 1.835,55 € Bruttorente. Wer drei Jahre vor der Regelaltersgrenze aufhört, hat einen Zugangsfaktor von 0,892 (1 − 36 × 0,003): 45 × 0,892 × 40,79 € = 1.637 € – also 199 € weniger pro Monat, lebenslang.
Ein Entgeltpunkt entspricht einem Jahr mit Durchschnittsverdienst (2026: 50.493 €). Wer dauerhaft 80 % davon verdient, sammelt 0,8 Punkte pro Jahr. Wer 150 % verdient, bekommt 1,5 Punkte – jedoch maximal bis zur Beitragsbemessungsgrenze (rund 2,07 Punkte).
Rechenbeispiel: 45 Beitragsjahre, Durchschnittsverdienst
| Position | Wert |
|---|---|
| Entgeltpunkte | 45,00 |
| Zugangsfaktor | 1,000 |
| Rentenartfaktor | 1,000 |
| Aktueller Rentenwert | 40,79 € |
| = Bruttorente | 1.835,55 € |
| − KVdR (8,55 %) | −156,94 € |
| − Pflegeversicherung (3,6 %) | −66,08 € |
| = Nettorente vor Steuer | 1.612,53 € |
Was ändert sich 2026 bei der Rente?
- Rentenanpassung 1. Juli 2026: Voraussichtliche Erhöhung um 3,7 % auf einen aktuellen Rentenwert von 40,79 € (West-/Ost-einheitlich seit Juli 2024).
- Beitragssatz Rentenversicherung: Stabil bei 18,6 % – paritätisch geteilt zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber.
- Beitragsbemessungsgrenze: 8.450 € / Monat (West) bzw. 8.300 € (Ost), erstmals nach gleicher Logik berechnet.
- Besteuerungsanteil: Wer 2026 in Rente geht, versteuert 84 % der Bruttorente. Der Wert steigt jährlich um 0,5 Prozentpunkte (ab 2023 verlangsamt durch das Wachstumschancengesetz).
- Hinzuverdienst: Seit 2023 unbegrenzt erlaubt – Sie können neben Frührente arbeiten, ohne dass die Rente gekürzt wird.
Typische Fehler bei der Rentenplanung
- Renteninformation falsch lesen. Die DRV nennt zwei Werte: aktuelle Anwartschaft und Hochrechnung bis Rentenbeginn. Die Hochrechnung unterstellt, dass Sie bis 67 weiter Beiträge zahlen – fällt das aus, sinkt die Rente entsprechend.
- Inflation ignorieren. Eine Bruttorente von 1.835 € wirkt heute ordentlich. Bei 2 % Inflation entspricht sie in 30 Jahren der Kaufkraft von rund 1.013 € – bei 3 % nur noch 757 €.
- KVdR und Pflege vergessen. Rund 11 % der Bruttorente gehen für Krankenversicherung und Pflege weg, dazu eventuell Steuer auf den steuerpflichtigen Anteil – netto bleiben oft nur 80–85 % vom Brutto.
- Frührente unterschätzen. 0,3 % Abschlag pro Monat klingen wenig – bei drei Jahren früher sind das 10,8 % weniger Rente lebenslang. Bei 1.835 € sind das fast 200 € pro Monat, hochgerechnet auf 20 Rentenjahre rund 48.000 €.
- Mütterrente nicht beantragen. Anrechnung erfolgt nicht automatisch, wenn der Antrag fehlt – bei mehreren Kindern können bis zu 9 Entgeltpunkte (= 367 € Rente / Monat) verloren gehen.
Privat vorsorgen – wie viel ist nötig?
Das gesetzliche Rentenniveau (Standardrente nach 45 Jahren) liegt 2026 bei rund 48 % des Durchschnittsbruttos. Für ein gewohntes Lebensgefühl im Alter empfiehlt die DRV einen Versorgungsgrad von 70–80 % des letzten Nettos – die Lücke schließen Sie über Rürup, Riester, Betriebsrente oder ETF-Sparpläne.
Faustformel: Pro 100 € monatlicher Zusatzrente brauchen Sie mit 67 ein Kapital von rund 25.000 € (4 % Entnahmerate). Wer also 500 € Lücke schließen will, braucht 125.000 € – bei 6 % Renditeerwartung und 30 Jahren Sparzeit entspricht das einer Sparrate von rund 125 € / Monat.
Beispielrechnungen
| Eingabe | Ergebnis |
|---|---|
| 30 Entgeltpunkte · regulär 67 | 1.224 €/Monat |
| 40 Entgeltpunkte · regulär 67 | 1.632 €/Monat |
| 45 Entgeltpunkte · regulär 67 | 1.836 €/Monat |
| 45 Entgeltpunkte · Frührente 64 | 1.638 €/Monat |
| 45 Entgeltpunkte · Aufschub bis 70 | 2.166 €/Monat |
| 50 Entgeltpunkte · regulär 67 | 2.040 €/Monat |
Haeufige Fragen
Ohne Gewaehr. Alle Angaben sind unverbindlich und ersetzen keine professionelle Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Der Betreiber ist keine Rechtsanwaltskanzlei, Steuerberatungs- oder Finanzdienstleistungsgesellschaft i.S.d. RDG / StBerG / KWG.
Letzte Aktualisierung: April 2026 | Quellen: § 64 SGB VI – Rentenformel, § 77 SGB VI – Zugangsfaktor, Deutsche Rentenversicherung – Rentenanpassung, BMAS – Rentenversicherungsbericht