Rentenlücken-Rechner 2026
Stand April 2026Bei einem aktuellen Nettoeinkommen von 2.500 € und einer Bedarfsquote von 80 % brauchen Sie im Ruhestand 2.000 € pro Monat. Die durchschnittliche gesetzliche Nettorente liegt bei rund 1.250 € – Ihre Rentenlücke beträgt also 750 € monatlich. Über 25 Rentenjahre summiert sich das auf 225.000 €. Bei 30 Jahren Sparzeit und 6 % ETF-Rendite reichen rund 190 € Sparrate pro Monat, um diese Lücke zu schließen.
Monatliche Rentenluecke
826,57 €
Naechster Schritt
Wie groß ist Ihre geschätzte Rentenlücke?
So funktioniert der Rentenlücken-Rechner
Der Rechner ermittelt in drei Schritten Ihre persönliche Versorgungslücke: Erstens berechnet er den Bedarf im Alter aus Ihrem letzten Netto und einer Bedarfsquote (Standard 80 %). Zweitens zieht er die voraussichtliche gesetzliche Nettorente ab. Drittens übersetzt er die Lücke in das nötige Endkapital und die monatliche Sparrate.
Inflation und Lohnsteigerung werden eingerechnet, sodass das Ergebnis in heutiger Kaufkraft steht. So vergleichen Sie Äpfel mit Äpfeln – die 700 € Lücke heute sind in 30 Jahren nominal rund 1.267 € (bei 2 % Inflation), aber gleich viel Kaufkraft.
Formel für Lücke und Sparrate
Lücke = (Letztes Netto × Bedarfsquote) − Nettorente Endkapital = Lücke × 12 × Rentendauer (vereinfachte 4 %-Regel: × 300) Sparrate = Endkapital × i ÷ ((1+i)^n − 1) mit i = MonatszinsRechenbeispiel: Lücke 750 € → Endkapital nach 4 %-Regel: 750 × 300 = 225.000 €. Bei 30 Jahren Sparzeit und 6 % p.a. (= 0,5 % / Monat) ergibt die Annuitätenformel eine Sparrate von rund 224 €. Bei 8 % Rendite sinkt die Rate auf rund 151 €, bei 4 % steigt sie auf rund 326 €.
Rechenbeispiel: 35 Jahre alt, 2.500 € Netto
| Position | Wert |
|---|---|
| Aktuelles Nettoeinkommen | 2.500,00 € |
| Bedarfsquote (80 %) | 2.000,00 € |
| − Erwartete Nettorente | −1.250,00 € |
| = Monatliche Lücke | 750,00 € |
| Nötiges Endkapital (25 Rentenjahre) | 225.000 € |
| Sparzeit bis 67 | 32 Jahre |
| = Monatliche Sparrate (6 %) | 191,00 € |
Rentenniveau 2026 – warum die Lücke wächst
- Rentenniveau vor Steuern: 48 % (gesetzlich garantiert bis 2025). In den 1990er Jahren waren es noch 53 %.
- Demografie: 2026 stehen rund 2,1 Beitragszahler je Rentner – 1990 waren es noch 4. Bis 2040 sinkt das Verhältnis weiter auf 1,5.
- Lebenserwartung: Durchschnittliche Restlebenszeit mit 65 liegt bei rund 19 Jahren (Männer) bzw. 22 Jahren (Frauen) – Tendenz steigend.
- Beitragssatz: Stabil bei 18,6 % bis Ende 2027 (gesetzliche Haltelinie). Danach steigt er voraussichtlich auf 21–22 % bis 2035.
Typische Fehler bei der Lückenplanung
- Brutto statt Netto vergleichen. Die DRV nennt Bruttowerte. Nach Krankenversicherung und ggf. Steuer bleiben rund 80–85 % als Netto übrig.
- Inflation ausblenden. Wer ohne Inflation rechnet, unterschätzt die Lücke um 30–60 % – je nach Restzeit.
- Frührente nicht einrechnen. 0,3 % Abschlag pro Monat ergibt bei drei Jahren früher 10,8 % weniger Rente lebenslang.
- Pflege ignorieren. Pflegegrad 4–5 verschlingt schnell 2.500 € / Monat zusätzlich. Hier hilft eine Pflegezusatzversicherung als Baustein.
- Nur ein Vehikel nutzen. Ein Mix aus gesetzlicher Rente, ETF, Betriebsrente und ggf. Immobilie streut Risiken besser als 100 % Aktien oder 100 % Lebensversicherung.
Wege, die Lücke zu schließen
Der renditestärkste Weg für junge Sparer ist der breit gestreute ETF-Sparplan(z. B. MSCI World, ca. 6–7 % langfristige Rendite). Ergänzt um die Betriebsrente(mit mind. 15 % AG-Zuschuss nach § 1a BetrAVG) und – bei hohem Steuersatz – die Rürup-Rente ergibt sich ein robustes Drei-Säulen-Modell.
Familien mit zwei Kindern fahren mit Riester nach wie vor gut: 300 € Grundzulage plus 2 × 300 € Kinderzulage = 900 € pro Jahr Förderung bei 4 % Eigenbeitrag. Wer eine Immobilie kauft und bis Renteneintritt entschuldet, ersetzt die Kaltmiete durch Wohnen im Eigentum – das wirkt wie eine inflationsgeschützte Zusatzrente.
Beispielrechnungen
| Eingabe | Ergebnis |
|---|---|
| 2.000 € Netto · 80 % Bedarf · 1.000 € Rente | 600 € Lücke |
| 2.500 € Netto · 80 % Bedarf · 1.250 € Rente | 750 € Lücke |
| 3.000 € Netto · 80 % Bedarf · 1.500 € Rente | 900 € Lücke |
| 3.500 € Netto · 80 % Bedarf · 1.700 € Rente | 1.100 € Lücke |
| 4.000 € Netto · 80 % Bedarf · 1.900 € Rente | 1.300 € Lücke |
| 5.000 € Netto · 80 % Bedarf · 2.100 € Rente | 1.900 € Lücke |
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Letzte Aktualisierung: April 2026 | Quellen: § 154 SGB VI – Rentenniveau und Beitragssatz, DRV – Renteninformation verstehen, BMAS – Rentenversicherungsbericht, Verbraucherzentrale – Altersvorsorge planen