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Kilometerkosten-Rechner 2026

Stand April 2026

Ein Mittelklassewagen mit 30.000 € Anschaffung, 4 Jahren Haltedauer und 15.000 km/Jahr kostet 2026 rund 0,47 €/km. Aufschlüsselung: 0,18 € Wertverlust, 0,12 € Kraftstoff, 0,06 € Versicherung, 0,02 € Kfz-Steuer, 0,07 € Wartung, 0,02 € Reifen. Vielfahrer (30.000 km) drücken den Satz auf 0,38 €/km, E-Auto mit Hausstrom liegt bei 0,42 €/km.

1.000 km60.000 km
0,00 €8.000,00 €
0,00 €3.000,00 €
0,00 €1.000,00 €
0,00 €5.000,00 €
0,00 €10.000,00 €

Kosten pro Kilometer

40,67Cent/km

Sprit
- 1.800,00 €
Versicherung
- 600,00 €
Steuer
- 200,00 €
Wartung
- 500,00 €
Wertverlust
- 3.000,00 €
Gesamtkosten / Jahr6.100,00 €
Gesamtkosten / Monat508,33 €
Kosten pro km41 Cent

Wie viele Kilometer fahren Sie pro Jahr?

Warum der km-Satz wichtig ist

Der Kilometersatz ist die zentrale Vergleichsgröße für mobile Entscheidungen: Lohnt das eigene Auto oder reicht Carsharing? Soll der Pendler aufs Bike umsteigen? Wie viel Werbungskosten kann ich gegenüber der Pendlerpauschale ansetzen? Während die ADAC-Autokostenstudie Modellrechnungen veröffentlicht, zeigt der Rechner Ihren persönlichen Wert auf Basis tatsächlicher Eingaben.

Formel und Beispielrechnung

km-Satz = ÎŁ Jahreskosten Ă· Jahres-km

Mittelklasse-Beispiel: Anschaffung 30.000 €, Restwert 15.000 € nach 4 Jahren = Wertverlust 3.750 €/Jahr. Sprit 7 l × 100 km × 1,79 € = 12,53 €/100 km × 15.000 km = 1.880 €. Versicherung 760 €, Steuer 130 €, Wartung 800 €, Reifen 250 €. Summe: 7.570 €/Jahr/ 15.000 km = 0,505 €/km. Bei 30.000 km/Jahr halbiert sich nur der Fixkostenanteil – Vollkosten sinken auf rund 0,38 €/km.

Kostenpositionen im Detail

  • Wertverlust (35–50 %): Anschaffung minus Restwert, geteilt durch Halte-Jahre und Jahres-km. Größter Hebel – Premiummarken und seltene Modelle halten den Wert besser.
  • Kraftstoff (15–25 %): Verbrauch Ă— Preis. WLTP-Werte sind 10–25 % zu niedrig, Realwerte aus Spritmonitor.de nutzen.
  • Kfz-Versicherung (8–15 %): Beitrag laut Police, abhängig von Typ-/Region/SF-Klasse.
  • Kfz-Steuer (1–4 %): Bescheid des Hauptzollamts. E-Auto bis 2030: 0 €.
  • Wartung & Reparatur (10–20 %): Inspektion, VerschleiĂźteile, Reparatur-RĂĽcklage – steigt mit Alter deutlich an.
  • Reifen (3–6 %): Sommer-/Winterreifen oder Allwetter, Wechsel und Lagerung einrechnen.

Antriebsvergleich 2026

Bei 15.000 km/Jahr und Mittelklasse:

  • Benziner: 0,49 €/km
  • Diesel: 0,52 €/km (höhere Anschaffung, niedrigere Spritkosten ab 25.000 km gĂĽnstiger)
  • BEV mit Hausstrom (32 ct): 0,46 €/km
  • BEV mit PV-Eigenstrom (10 ct): 0,38 €/km
  • Plug-in-Hybrid: 0,55 €/km (höhere Anschaffung)

Vielfahrer-Vorteil: Bei 30.000 km/Jahr verschiebt sich das Bild zugunsten Diesel und BEV – die Fixkosten (Anschaffung, Versicherung) verteilen sich besser, die niedrigeren Energie- und Wartungskosten bei Diesel/BEV wirken stärker.

Steuerliche Nutzung

Selbstständige setzen den ermittelten km-Satz × dienstliche km als Betriebsausgabe ab – Voraussetzung ist ein Fahrtenbuch oder die Wahl der 1-%-Methode. Arbeitnehmer nutzen die Entfernungspauschale: 0,30 €/km bis 20 km, 0,38 €/km ab 21 km (befristet bis 2026). Bei höheren tatsächlichen Vollkosten kann über einen Einzelnachweis nach § 9 Abs. 1 Nr. 4a EStG mehr geltend gemacht werden – lohnt sich besonders bei Premium- und Vielfahrern.

Sparpotenziale

  • Länger fahren: 8 statt 5 Jahre Haltedauer senkt den Wertverlust pro km um 30–40 %.
  • Werkstatt vergleichen: Freie Werkstätten 30–50 % gĂĽnstiger als Vertragshändler.
  • Versicherung wechseln: alle 2–3 Jahre 20–40 % Ersparnis möglich.
  • Allwetterreifen: Spart Reifenwechsel, Lagerung und einen Reifensatz – ca. 150–250 €/Jahr.
  • Carsharing-Kombi:Wenigfahrer (< 8.000 km) sparen mit Carsharing 30–50 % gegenĂĽber dem eigenen Pkw.

Beispielrechnungen

EingabeErgebnis
Kleinwagen · 8.000 km · 5 Jahre0,40 €/km
Mittelklasse · 15.000 km · 4 Jahre0,47 €/km
Diesel-Kombi · 30.000 km · 5 Jahre0,38 €/km
BEV (Hausstrom) · 15.000 km · 5 Jahre0,42 €/km
Premium-SUV · 12.000 km · 4 Jahre0,78 €/km
Oldtimer · 4.000 km · 10 Jahre0,55 €/km

Haeufige Fragen

Vollkosten je Kilometer (ADAC-Methodik) für einen Mittelklassewagen mit 15.000 km/Jahr und 4 Jahren Haltedauer: Wertverlust 0,18 €, Kraftstoff 0,12 €, Versicherung 0,06 €, Steuer 0,02 €, Wartung/Reparatur 0,07 €, Reifen 0,02 € = rund 0,47 €/km. Kleinwagen liegen bei 0,32–0,40 €/km, Oberklasse-Diesel bei 0,65–0,90 €/km, E-Autos bei 0,38–0,55 €/km (höhere Anschaffung, niedrige Energiekosten). Vielfahrer (>25.000 km) drücken den km-Satz um 20–30 %.
Sechs Hauptblöcke: (1) Wertverlust (Anschaffungspreis minus Restwert ÷ Haltedauer ÷ Jahres-km), (2) Kraftstoff (Verbrauch × Preis), (3) Kfz-Versicherung (Haftpflicht + Teil-/Vollkasko), (4) Kfz-Steuer, (5) Wartung und Reparaturen (Inspektion, Verschleißteile), (6) Reifen (Sommer + Winter, Verschleiß). Optional: Garage/Stellplatz, ADAC-Mitgliedschaft, Mautkosten, TÜV/AU. Der Wertverlust ist mit Abstand der größte Posten – oft 35–50 % der Vollkosten.
Faustregel: Im ersten Jahr 20–25 % Wertverlust, dann jährlich 8–12 %. Nach 4 Jahren liegt der Restwert eines durchschnittlichen Mittelklassewagens bei ca. 50 % des Neupreises. Premiummarken (Mercedes, BMW) und seltene Sondermodelle halten den Wert besser (60–65 % nach 4 Jahren). Hochwertige Sportwagen und Klassiker können sogar im Wert steigen. Marken mit hoher Restwertstabilität laut DAT: Toyota, Porsche, BMW, Dacia.
Reifen: Sommer 600–1.000 €, Winter 500–900 €, Allwetter 400–700 €. Bei Mittelklasse alle 5–8 Jahre fällig – pro km also ca. 1,5–2,5 ct. Inspektion liegt je nach Marke zwischen 250 € (Dacia) und 800 € (BMW), Bremsen alle 50.000 km (400–700 €), Zahnriemen alle 90.000–150.000 km (500–1.000 €). Bei Reparaturkosten über 60 % des Restwerts wird der Verkauf wirtschaftlich – außer bei emotionaler Bindung.
Energiekosten: 17 kWh/100 km × 32 ct (Hausstrom) = 5,4 €/100 km = 5,4 ct/km. Bei Wallbox mit dynamischem Tarif (12 ct) sind es nur 2,0 ct/km, bei Schnellladung 19 ct. Wartung 30–40 % günstiger als Verbrenner (kein Ölwechsel, weniger Verschleißteile). Versicherung ähnlich, Kfz-Steuer 0 € bis 2030. Wertverlust beim E-Auto höher (ca. 25–30 % im 1. Jahr), gleicht sich aber durch Förderung und niedrige Folgekosten aus. Vollkosten: 0,38–0,55 €/km bei 15.000 km/Jahr.
Vielfahrer profitieren von der Verteilung der Fixkosten: Versicherung, Steuer und Wertverlust sind weitgehend kilometerunabhängig. Beispiel: Wer mit demselben Auto 30.000 statt 12.000 km fährt, halbiert den km-Satz im Bereich der Fixkosten – oft 8–12 ct/km Ersparnis. Allerdings: Reparatur- und Verschleißkosten steigen, Wertverlust kann durch hohe Laufleistung beschleunigen. Über alles gerechnet sparen 30.000-km-Fahrer ca. 25 % gegenüber 12.000-km-Fahrern.
Selbstständige setzen den nach Fahrtenbuch ermittelten betrieblichen km-Satz × dienstliche km als Betriebsausgabe ab. Für Arbeitnehmer mit Privat-Pkw gilt die Pendlerpauschale: 0,30 €/km für die ersten 20 Entfernungs-km, 0,38 €/km ab dem 21. Kilometer (befristet bis 2026). Höhere tatsächliche Kosten können über Einzelnachweis geltend gemacht werden – insbesondere bei E-Autos, Premiummarken oder Vielfahrern.
Stationsbasiertes Carsharing kostet ca. 3,50 €/Stunde + 0,30–0,40 €/km. Wer 8.000 km im Jahr fährt, zahlt ca. 2.700 € – beim eigenen Kleinwagen entstehen Vollkosten von 3.500–4.500 €. Kostengrenze: ab etwa 12.000–15.000 km/Jahr ist das eigene Auto günstiger. Free-Floating-Tarife (SHARE NOW, Miles) eignen sich nur für Kurzstrecken. Kombination mit Bahn-Card oder Deutschlandticket spart oft am meisten.
Der Rechner addiert sechs Kostenblöcke nach ADAC-Methodik und teilt durch die Jahresfahrleistung. Wertverlust wird über Anschaffung, Restwert und Haltedauer linear berechnet (vereinfachte AfA). Kraftstoffkosten basieren auf Verbrauch × Preis. Versicherung, Steuer und Wartung tragen Sie individuell ein. Abweichungen zur Realität entstehen durch Inflation, individuelle Reparaturen und Marktentwicklung des Restwerts (±15 %).
Nach ADAC-Autokostenstudie (2025/2026) stellen sich folgende Vollkosten ein (Mittelklasse, 15.000 km, 4 Jahre): Diesel ca. 0,52 €/km, Benziner 0,49 €/km, Plug-in-Hybrid 0,55 €/km, BEV mit Hausstrom 0,46 €/km, BEV mit PV-Eigenstrom 0,38 €/km. Bei höherer Fahrleistung (>25.000 km) wird Diesel günstiger als Benziner, BEV bleibt Spitzenreiter. Die TCO-Differenz zwischen Antrieben hat sich durch CO₂-Steuer und Strompreis-Stabilisierung 2026 verringert.

Ohne Gewaehr. Alle Angaben sind unverbindlich und ersetzen keine professionelle Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Der Betreiber ist keine Rechtsanwaltskanzlei, Steuerberatungs- oder Finanzdienstleistungsgesellschaft i.S.d. RDG / StBerG / KWG.

Letzte Aktualisierung: April 2026 | Quellen: ADAC – Autokostenstudie, DAT – Deutsche Automobil Treuhand, Bundesamt für Statistik – Verbraucherpreisindex Verkehr, § 9 EStG – Werbungskosten Pkw