MwSt-Rechner 2026
Stand April 2026Bei 19 % Mehrwertsteuer ergeben 100 € netto × 1,19 = 119 € brutto – die USt beträgt 19 €. Umgekehrt: 119 € brutto ÷ 1,19 = 100 € netto. Bei 7 % werden 200 € netto zu 214 € brutto (14 € USt). Kleinunternehmer bis 25.000 € Vorjahresumsatz sind seit 2025 von der USt befreit (§ 19 UStG).
Bruttobetrag
119,00 €
Naechster Schritt
Wofür nutzen Sie den MwSt-Rechner?
So funktioniert der MwSt-Rechner
Der Rechner wandelt zwischen Netto und Brutto hin und her und berechnet den reinen USt-Anteil. Er unterstützt den regulären Steuersatz von 19 % (§ 12 Abs. 1 UStG), den ermäßigten Satz von 7 % (§ 12 Abs. 2 UStG) sowie beliebige benutzerdefinierte Sätze – hilfreich für EU-Handel (z. B. Österreich 20 %, Frankreich 20 %, Niederlande 21 %, Dänemark 25 %, Schweden 25 %, Polen 23 %).
Umgangssprachlich nennen wir die Steuer Mehrwertsteuer (MwSt), offiziell heißt sie Umsatzsteuer (USt). Sie wird auf jeder Wertschöpfungsstufe erhoben, aber durch den Vorsteuerabzug (§ 15 UStG) nur der Mehrwert belastet. Trägerin der Steuer ist wirtschaftlich der Endverbraucher.
Die drei Grundformeln
Netto → Brutto: Brutto = Netto × (1 + Satz)
Brutto → Netto: Netto = Brutto ÷ (1 + Satz)
USt-Betrag: USt = Brutto − Netto
= Netto × Satz
= Brutto × Satz ÷ (1 + Satz)Rechenbeispiel: 500 € netto × 1,19 = 595 € brutto. USt-Anteil: 95 €. Umgekehrt: 595 € ÷ 1,19 = 500 €. Rechenfehler-Falle: 595 × 0,19 = 113,05 € – das ist NICHT der USt-Anteil, sondern 19 % vom Bruttopreis. Immer durch (1 + Satz) teilen.
Rechenbeispiel: Rechnung mit 19 % USt
| Position | Netto | 19 % USt | Brutto |
|---|---|---|---|
| Produkt A (5 Stk. à 20 €) | 100,00 € | 19,00 € | 119,00 € |
| Dienstleistung (4 h × 80 €) | 320,00 € | 60,80 € | 380,80 € |
| Versand | 8,40 € | 1,60 € | 10,00 € |
| Gesamtsumme | 428,40 € | 81,40 € | 509,80 € |
Kleinunternehmerregelung 2026
Seit 1. Januar 2025 gelten neue Grenzen (§ 19 UStG): Wer im Vorjahr nicht mehr als 25.000 € brutto umgesetzt hat UND im laufenden Jahr voraussichtlich 100.000 € nicht übersteigt, kann die Kleinunternehmerregelung nutzen. Er weist dann keine USt aus (auf der Rechnung steht „Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet“) und hat keinen Vorsteuerabzug. Die Regelung lohnt sich besonders bei Privatkunden als Zielgruppe. Wechsel zur Regelbesteuerung bindet 5 Jahre.
Typische Fehler bei der USt-Berechnung
- USt direkt vom Brutto abziehen. 119 € × 19 % = 22,61 € – falsch. Richtig: 119 ÷ 1,19 = 100 €, daraus 19 € USt.
- Falschen Satz anwenden. Restaurant-Essen vor Ort seit 2024 wieder 19 %, Take-away 7 %. Die Unterscheidung kostet bei größeren Bestellungen viel.
- Rechnungspflichten ignorieren. Fehlender USt-Ausweis oder fehlende Steuernummer können den Vorsteuerabzug beim Empfänger ausschließen.
- Bei B2C-EU-Handel falsch besteuern. Über 10.000 € EU-Umsatz greift das Bestimmungslandprinzip – falsche deutsche USt-Ausweisung führt zu Steuerverlust und Rückforderungen.
- Reverse-Charge vergessen. Bei B2B-Leistungen aus anderen EU-Ländern muss der Empfänger die USt selbst berechnen und abführen (§ 13b UStG).
Was ändert sich 2026?
Die Grundsätze der Umsatzsteuer bleiben 2026 unverändert. Die seit 2025 geltende Kleinunternehmergrenze (25.000 € Vorjahr / 100.000 € laufendes Jahr) wirkt weiter. Die E-Rechnungs-Pflicht im B2B-Bereich (§ 14 UStG n. F.) ist 2026 in der Umsetzungsphase: bis Ende 2026 dürfen Papier- und PDF-Rechnungen noch empfangen werden, ab 2027 ist die strukturierte E-Rechnung (XRechnung, ZUGFeRD) verpflichtend. Unternehmer sollten ihre Buchhaltung frühzeitig umstellen.
Beispielrechnungen
| Eingabe | Ergebnis |
|---|---|
| 100 € netto · 19 % | 119 € brutto |
| 119 € brutto · 19 % | 100 € netto · 19 € USt |
| 200 € netto · 7 % | 214 € brutto |
| 214 € brutto · 7 % | 200 € netto · 14 € USt |
| 1.500 € netto · 19 % | 1.785 € brutto |
| 1.785 € brutto · 19 % | 1.500 € netto · 285 € USt |
Haeufige Fragen
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Letzte Aktualisierung: April 2026 | Quellen: § 12 UStG – Steuersätze, § 19 UStG – Kleinunternehmerregelung, § 14 UStG – Ausstellung von Rechnungen, Bundeszentralamt für Steuern – OSS-Verfahren