Sanierungsrechner 2026
Stand April 2026Eine Fassadendämmung (WDVS 16 cm) am Einfamilienhaus 140 m² kostet rund 35.000 €. Mit 15 % BAFA-Förderung + 5 % iSFP-Bonus verbleibt eine Eigenbelastung von 28.000 €. Die Heizkostenersparnis liegt bei ca. 1.350 €/Jahr (Gas 12 ct/kWh, Einsparung 25 %). Statische Amortisation: 21 Jahre, dynamisch mit 4 % Energiepreissteigerung etwa 15 Jahre. Der Immobilienwert steigt typischerweise um 15.000–25.000 €.
Amortisation
17Jahre
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So funktioniert der Sanierungsrechner
Der Rechner vergleicht Investitionskosten einer Sanierungsmaßnahme mit der jährlichen Heizkostenersparnis und der verfügbaren Förderung. Sie geben Wohnfläche, aktuellen Energieverbrauch, geplante Maßnahme und Kosten ein – der Rechner ermittelt die Eigenbelastung nach Abzug der Fördermittel, die Einsparung pro Jahr sowie die statische Amortisationszeit.
Die Einsparprozente je Maßnahme basieren auf Durchschnittswerten der Deutschen Energie-Agentur (dena): Dachdämmung 10–20 %, Fassadendämmung 20–30 %, Fenstertausch 10–15 %, Heizungstausch auf Wärmepumpe reduziert den Primärenergiebedarf um 50–75 %. Die Zahlen sind konservativ kalkuliert und decken sich mit den Messwerten der BAFA-Heizspiegel-Datenbank.
Formel für die Amortisation
Amortisation (Jahre) = (Investition − Förderung) ÷ jährliche ErsparnisRechenbeispiel Fassadendämmung: 35.000 € Investition × (1 − 20 % Förderung) = 28.000 € Eigenbelastung. Heizkostenersparnis: 20.000 kWh × 25 % × 0,12 €/kWh = 600 € (konservativ) bis 1.350 € (bei 12 ct/kWh und hohem Ausgangsverbrauch). Amortisation: 28.000 € ÷ 1.350 € ≈ 21 Jahre statisch. Mit 4 % Energiepreissteigerung pro Jahr verkürzt sich die Amortisation auf etwa 15 Jahre.
Rechenbeispiel: Dach- und Fassadendämmung kombiniert
| Position | Wert |
|---|---|
| Dachdämmung 180 m² | 41.400 € |
| Fassadendämmung 220 m² | 39.600 € |
| Summe brutto | 81.000 € |
| − BAFA 15 % | −12.150 € |
| − iSFP-Bonus 5 % | −4.050 € |
| Eigenanteil | 64.800 € |
| Heizkostenersparnis (45 %) | 2.430 €/Jahr |
| Amortisation statisch | 27 Jahre |
| Amortisation dynamisch (4 %) | ≈ 19 Jahre |
Zusätzlich steigt der Immobilienwert nach dena-Schätzung um 10–20 % (Energieklasse-Sprung), das entspricht weiteren 30.000–60.000 €. Die CO₂-Ersparnis liegt bei etwa 4,8 Tonnen pro Jahr.
Was ändert sich 2026 bei der Sanierungsförderung?
- BAFA-Einzelmaßnahmen: Grundförderung bleibt bei 15 %, iSFP-Bonus 5 %. Für Heizungstausch (Wärmepumpe, Biomasse, Solarthermie) gelten die erhöhten Sätze von 30–70 % (BEG EM Heizung).
- KfW-Programm 261: Kredit bis 150.000 € je Wohneinheit, Tilgungszuschuss 5–25 % je nach Effizienzhaus-Stufe. Neu: Worst-Performing-Building-Bonus für Sanierung der ineffizientesten Gebäude.
- Einkommensbonus: Haushalte bis 40.000 € zu versteuerndes Einkommen erhalten zusätzlich 30 %-Punkte bei der Heizungsförderung (max. 70 % Gesamtförderung).
- Klimageschwindigkeitsbonus: 20 %-Punkte Aufschlag beim Austausch funktionsfähiger alter Öl-, Gas- oder Kohleheizungen, die älter als 20 Jahre sind – bis 31.12.2028.
- Steuerliche Absetzbarkeit nach § 35c EStG: Als Alternative zur BAFA-Förderung – 20 % der Kosten verteilt auf drei Jahre absetzbar, maximal 40.000 € pro Objekt. Nur eines von beiden wählbar.
Typische Fehler bei der Sanierungsplanung
- Heizung vor Hülle tauschen: Wer zuerst die neue Wärmepumpe einbaut, dimensioniert sie auf den unsanierten Bedarf – und zahlt dauerhaft drauf, weil die Anlage zu groß wird. Erst Hülle, dann Technik.
- Wärmebrücken ignorieren: Unsachgemäße WDVS-Anschlüsse an Fenstern, Balkonen und Rolladenkästen erzeugen Feuchtestellen – Schimmelgefahr. Immer Detailplanung durch Energieberater.
- Förderantrag nach Auftragsvergabe: BAFA und KfW fordern, dass der Antrag VOR dem verbindlichen Auftrag gestellt wird (Ausnahme: Lieferungen bis 15 % Auftragswert). Wer zu spät beantragt, verliert die Förderung komplett.
- Einsparung linear hochrechnen: Zwei Maßnahmen mit je 20 % Einsparung bringen nicht 40 %, sondern nur ca. 36 % (multiplikativer Effekt). Der Rechner berücksichtigt das.
- iSFP-Bonus verschenken: Ohne Sanierungsfahrplan bleibt Ihre Förderung 5 %-Punkte niedriger. Der iSFP kostet maximal 1.050 € Eigenanteil und holt sich bei der ersten Maßnahme zurück.
Reihenfolge: Was zuerst sanieren?
Die sinnvolle Abfolge orientiert sich am Kosten-Nutzen-Verhältnis und der Bausubstanz: (1) Heizungsoptimierung und Hydraulischer Abgleich (meist unter 1.000 €, 10–15 % Einsparung), (2) Oberste Geschossdecke dämmen (40–60 €/m², die Investition, die am schnellsten zurückfließt), (3) Fenstertausch, wenn ohnehin fällig, (4) Fassade (nur in Kombination mit Fenstertausch, sonst entstehen Wärmebrücken), (5) Heizungstausch auf Wärmepumpe oder Biomasse, nachdem die Hülle fertig ist.
Für Einzelmaßnahmen ist der BAFA-Antrag einfacher und schneller. Für eine Vollsanierung zum Effizienzhaus ist der KfW-Kredit 261 oft die bessere Wahl – er kombiniert niedrigen Zins und Tilgungszuschuss. Der iSFP gibt Ihnen eine belastbare Reihenfolge und schaltet zusätzlich den 5 %-Bonus frei.
Beispielrechnungen
| Eingabe | Ergebnis |
|---|---|
| Oberste Geschossdecke 140 m² · 60 €/m² | 8.400 € brutto · Amort. 8 J. |
| Dachdämmung 180 m² · 230 €/m² | 41.400 € brutto · Amort. 18 J. |
| Fassade WDVS 220 m² · 180 €/m² | 39.600 € brutto · Amort. 21 J. |
| 3-fach-Fenster 30 m² · 950 €/m² | 28.500 € brutto · Amort. 30 J. |
| Wärmepumpe Luft/Wasser · 35.000 € | netto nach 55 % Förderung: 15.750 € |
| Vollsanierung KfW 55 (EFH) | ca. 120.000 € brutto · Amort. 17 J. |
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Letzte Aktualisierung: April 2026 | Quellen: Gebäudeenergiegesetz (GEG), BAFA – Bundesförderung effiziente Gebäude (BEG EM), KfW 261 – Wohngebäude-Kredit, dena – Gebäudestudie und Sanierungsfahrplan