Kaufnebenkosten-Rechner 2026
Stand April 2026Bei einem Kaufpreis von 400.000 € in NRW mit Makler fallen rund 46.300 € Kaufnebenkosten an (11,6 %): 26.000 € Grunderwerbsteuer, 6.000 € Notar, 2.000 € Grundbuch, 14.280 € Makler. In Bayern ohne Makler sind es nur 20.000 € (5,0 %). Rechnen Sie mindestens 9 % bis 15 % des Kaufpreises als zusätzlichen Eigenkapitalbedarf ein.
Kaufnebenkosten gesamt
42.245,00 €
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So funktioniert der Nebenkosten-Rechner
Beim Immobilienkauf zahlen Sie neben dem Kaufpreis eine Reihe gesetzlicher und marktüblicher Nebenkosten – in Summe zwischen 9 % und 15 % des Kaufpreises. Der Rechner berechnet sie vollständig: Grunderwerbsteuer je Bundesland, Notar- und Grundbuchkosten nach GNotKG und eine variable Maklerprovision. Auf Wunsch ergänzen Sie Schätzkosten, Umzug und Renovierung.
Wichtig: Banken finanzieren meist nur den reinen Kaufpreis. Die Nebenkosten müssen Sie aus Eigenkapital aufbringen – sonst rutscht der Beleihungsauslauf über 100 % und die Zinskondition wird deutlich schlechter.
Grunderwerbsteuer 2026 – alle Bundesländer
- Bayern, Sachsen: 3,5 %
- Hamburg: 5,5 %
- Baden-WĂĽrttemberg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt: 5,0 %
- Berlin, Hessen: 6,0 %
- Brandenburg, NRW, Saarland, Schleswig-Holstein, ThĂĽringen: 6,5 %
Die Steuer wird direkt nach Beurkundung fällig – rechnen Sie mit etwa sechs bis acht Wochen bis zum Bescheid. Ohne Zahlung gibt es keine Unbedenklichkeitsbescheinigung und damit keine Eintragung im Grundbuch.
Notar- und Grundbuchkosten nach GNotKG
Die Gebühren richten sich nach dem Geschäftswert (in der Regel = Kaufpreis). Bei 400.000 € Kaufpreis fallen typisch an: Beurkundung 1.870 €, Vollzug 468 €, Grundschuldbestellung 935 € plus Grundbuchgebühren rund 1.400 €. Macht in Summe rund 4.700 € (1,2 %) bei reinem Notar bzw. 6.500 € (1,6 %) inklusive Grundschuldbestellung für die Bank. Die Sätze sind bundesweit identisch.
Makler und Bestellerprinzip seit 2020
Seit dem 23. Dezember 2020 gilt bei Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen an Verbraucher: Makler darf maximal die Hälfte der Provision auf den Käufer umlegen (§ 656c, § 656d BGB). In der Praxis zahlen Käufer und Verkäufer je 3,57 % inkl. MwSt. Direktkauf ohne Makler spart dem Käufer 3,57 % – bei 400.000 € immerhin 14.280 €. Für Mehrfamilienhäuser gilt das Bestellerprinzip nicht.
Optionale Zusatzkosten
- Schätzkosten – 200 bis 1.500 €, bei manchen Banken im Zins enthalten, bei Sparkassen oft separat in Rechnung gestellt.
- Energieausweis – muss vom Verkäufer vorgelegt werden, kostet ihn 50 bis 500 €. Für den Käufer keine Kosten, aber wichtig für die Finanzierung.
- Umzug – 500 bis 2.500 € je nach Entfernung und Volumen.
- Renovierung und Sanierung – Faustregel: 10 bis 30 % des Kaufpreises bei Bestandsimmobilien, je nach Zustand. Planen Sie Reserven.
- Versicherungen – Wohngebäudeversicherung ab Kaufdatum zwingend, ca. 300 bis 800 € pro Jahr.
Spar-Tipps und typische Fallen
- Inventar separat ausweisen. Einbauküche, Möbel, Sauna im Kaufvertrag mit eigenem Preis ausweisen. Darauf fällt keine Grunderwerbsteuer an – 10.000 € Inventar sparen in NRW 650 € Steuer.
- Direktkauf prĂĽfen. Immobilienscout-Alternativen wie Kleinanzeigen oder Direktansprache sparen die Maklerprovision.
- Finanzierung nicht auf Kante. 110-%-Finanzierung kostet 0,3 % bis 0,6 % Zinsaufschlag. Auf 25 Jahre bei 300.000 € = 15.000 € mehr Zinsen.
- Notarvertrag prüfen lassen. Der Entwurf muss 14 Tage vor Beurkundung vorliegen. Nutzen Sie die Zeit für eine unabhängige Prüfung.
Beispielrechnungen
| Eingabe | Ergebnis |
|---|---|
| 300.000 € · Bayern · ohne Makler | 15.000 € (5,0 %) |
| 400.000 € · NRW · mit Makler | 46.300 € (11,6 %) |
| 400.000 € · Bayern · mit Makler | 34.280 € (8,6 %) |
| 500.000 € · Berlin · mit Makler | 57.850 € (11,6 %) |
| 600.000 € · Hamburg · ohne Makler | 46.000 € (7,7 %) |
| 250.000 € · Sachsen · ohne Makler | 13.750 € (5,5 %) |
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Letzte Aktualisierung: April 2026 | Quellen: Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG), Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG), § 656a ff. BGB – Maklerrecht (Bestellerprinzip), Statistisches Bundesamt – Immobilienpreise und Nebenkosten